Milliardenklage gegen deutsche Institutionen wegen Goldanleihen in den zwanziger Jahren
US-Anleger rund um den umstrittenen Anwalt Ed Fagan haben bei ihrer Milliardenklage gegen die Deutsche Bundesbank, die Commerzbank und andere wegen der Rückzahlung von Goldanleihen aus den zwanziger Jahren (SPIEGEL 49/2004) einen ersten Erfolg erzielt. Richterin Elizabeth Kovachevich vom Federal Court in Tampa, Florida, hat die Einsetzung eines sogenannten Special Masters angeregt, der die Informationen zusammentragen und wohl auch einen Vergleich vorbereiten soll. Aus dem Umfeld der Kläger ist zu hören, dass man für den Posten Stuart Eizenstat vorschlagen wolle, der in ähnlicher Position den zehn Milliarden Mark teuren Vergleich deutscher Institutionen mit den Holocaust-Opfern ausgehandelt hat. Weitere Kandidaten der Kläger sind der konservative Richter Eugene Sullivan und Ken Feinberg, der gerade die Entschädigung für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September aushandelt. Die deutschen Institutionen, die laut Klageschrift wegen der strittigen Goldanleihen 10,2 Milliarden Dollar zahlen sollen, können andere Kandidaten vorschlagen. Sie bestreiten die Rechtmäßigkeit der Forderungen.