CDU-Sozialflügel fordert Merkel zu Kurswechsel auf
Der CDU-Arbeitnehmerflügel hat in einem Brief an Angela Merkel seine Forderung nach einer sozialeren Ausrichtung der Partei unterstrichen. In dem vierseitigen Papier verlangt der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann unter anderem die Änderung der Rentenformel, um Geringverdiener vor Altersarmut zu bewahren. Außerdem müsse sich CDU-Chefin Merkel in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD dafür einsetzen, dass Arbeitnehmer mit vielen Beitragsjahren schon mit 63 in Rente gehen dürfen. Merkel hatte im Wahlkampf diese Forderung abgelehnt, weil sie Milliardenkosten für die Rentenkasse befürchtet. Die CDA verlangt darüber hinaus, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln. "Wer über Jahrzehnte Beiträge gezahlt hat, darf nicht schon nach einem Jahr Bezug des Arbeitslosengelds zum Empfänger von ALG II werden." Zudem dürfe eigenes Vermögen bei der Berechnung des Arbeitslosengelds II nicht mehr so stark berücksichtigt werden wie bisher.