Neue Vorwürfe gegen Medienfonds - DER SPIEGEL
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Neue Vorwürfe gegen Medienfonds

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Die Münchner Staatsanwaltschaft geht bei ihren Ermittlungen gegen Medienfonds der VIP Gruppe davon aus, dass ein Großteil der Anlegergelder nicht in Filme investiert wurden. "Der größte Teil der eingesammelten Gelder hat die Banken nie verlassen", sagte der Münchner Oberstaatsanwalt Stephan Reich dem SPIEGEL. Er wirft dem VIP-Chef Andreas Schmid, der allein 2004 rund 410 Millionen Euro bei Steuersparern eingesammelt hatte, deshalb Steuerhinterziehung und Anlagebetrug vor. Außerdem geht Reich dem Verdacht nach, das in den USA Gelder zu Schmid verschoben wurden. Schmids Anwalt Michael Reinhart bestreitet die Vorwürfe: "Es ist ein steuerrechtlicher Streit, aber das Strafrecht hat dabei nichts zu suchen." Den Münchner Staatsanwälten liegen auch verschiedene Strafanzeigen gegen Rainer Mockert, Geschäftsführer des Medienfonds MBP II, vor - unter anderem wegen des Verdachts auf Untreue und Urkundenfälschung. "Es ist ein umfangreiches und sehr kompliziertes Ermittlungsverfahren gegen Rainer Mockert anhängig", bestätigt Reich. Mockert weist alle Vorwürfe zurück: Es seien keine Zahlungseingänge vorgetäuscht worden; zwei Privatentnahmen aus Fondsvermögen seien "werthaltig ausgeglichen" beziehungsweise "inklusive Zinsen rückerstattet" worden.