Premiere kündigt alle Plazamedia-Verträge - DER SPIEGEL
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Premiere kündigt alle Plazamedia-Verträge

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In den Verhandlungen um eine mögliche Übernahme des Sportkanals DSF vom Münchner Medienunternehmen EM.TV geht Premiere in die Offensive. Fristgerecht kündigte das Bezahlfernseh-Unternehmen jetzt alle Verträge mit dem Technik-Dienstleister Plazamedia, einer EM.TV-Tochter, zum Jahresende 2006. Dies bestätigte Sportvorstand Hans Mahr auf Anfrage. Plazamedia produziert für Premiere Sportsendungen wie seine bekannte "Bundesliga-Konferenz", die Champions League, aber auch Eishockey, Formel 1 und Boxen. Insgesamt geht es 2005 um ein Produktionsvolumen von mehr als 40 Millionen Euro. Premiere ist der größte Kunde des Dienstleisters. "Wir sind ein attraktiver Auftraggeber mit einem riesigen Volumen und wollen den besten Preis erzielen", so Mahr, der jeden Zusammenhang mit den DSF-Verhandlungen bestreitet. Diese waren an den Preisvorstellungen von EM.TV, wo man für den Sportkanal rund 200 Millionen Euro fordert, unlängst vorerst gescheitert. Tatsächlich könnte sich Premiere durch den Schachzug auch eine bessere Position im Bieterwettbewerb um die Bundesligarechte versprechen. Im Rahmen einer erweiterten Partnerschaft, so das interne Kalkül, könnte man im großen Stil die Produktionsfirma Fairplay beauftragen, an der die Liga derzeit 50 Prozent der Anteile hält. Das, so die Hoffnung, könnte die anstehenden harten Verhandlungen um die TV-Rechte deutlich erleichtern.