Goldman-Sachs-Chef Paulson sorgt sich um steigende Energiepreise - DER SPIEGEL
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Goldman-Sachs-Chef Paulson sorgt sich um steigende Energiepreise

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Goldman-Sachs-Chef Henry Paulson warnt vor den Folgen der US-Hurrikane für die Energiemärkte: "Was mir wirklich Sorgen macht, sind die Energiepreise", sagte er dem SPIEGEL: "Wenn wir in den USA einen kalten Winter bekommen, wird es für die amerikanische Volkswirtschaft riskant, denn dies wird Auswirkungen auf das Wachstum und das Verbraucherverhalten haben." Paulson hält vor allem die Zerstörung von Öl- und Gasanlagen durch die Hurrikane für "gravierend": "Die Gaspreise sind das größte Risiko", sagt er, "das könnte negative Folgen für die gesamte Konjunktur haben und etliche Branchen treffen." Mit Blick auf die Hurrikan-Katastrophen an der US-Golfküste forderte der Investmentbanker eine Debatte über das Wohlstandsgefälle in den Vereinigten Staaten: "Wir haben eine Diskussion über die Kluft zwischen Arm und Reich zu führen. Katrina war ein bestürzender Beweis, dass wir in dieser Sache noch viel zu tun haben." Auch global seien wirkungsvollere Maßnahmen im Umgang mit der Armut erforderlich: "Regierungen haben die Pflicht, das Armutsproblem anzugehen", sagt er. Die Situation in Deutschland sieht Paulson optimistisch: "Ich kenne weltweit kein anderes Land, in dem die Unternehmen in den letzten fünf Jahren mehr gemacht haben, um ihr Haus in Ordnung zu bringen, als Deutschland", sagt er. Der Goldman- Sachs-Chef fordert "noch etwas Bewegung bei den Löhnen und im Konsum", glaubt aber, "dass die deutsche Volkswirtschaft im vierten Quartal schon wieder etwas stärker wächst".