Infineon-Aufsichtsräte widersprechen Ex-Chef Schumacher - DER SPIEGEL
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Infineon-Aufsichtsräte widersprechen Ex-Chef Schumacher

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Nach den jüngsten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den früheren Infineon-Chef Ulrich Schumacher wegen des Verdachts auf Vorteilsnahme gerät dieser nun auch durch ehemalige Aufsichtsratsmitglieder unter Druck. Anlass sind vergangene Woche bekannt gewordene Vorwürfe, wonach sich Schumacher beim Infineon-Börsengang im März 2000 über Treuhänder deutlich mehr als die jedem Vorstand zustehenden 30000 Aktien gesichert haben soll. Zur Rechtfertigung hatte Schumacher angeführt, sein Vorgehen sei mit dem damaligen Aufsichtsratschef und Siemens-Vorstand Volker Jung sowie dem gesamten Kontrollgremium abgestimmt gewesen. Frühere Mitglieder des Überwachungsorgans haben das anders in Erinnerung. Danach entschied nicht der komplette 16-köpfige Aufsichtsrat, wie viele der Papiere die Vorstände über das "friends & family"-Programm zeichnen durften, sondern ein Unterausschuss, dem neben Jung noch ein Arbeitnehmervertreter und ein weiterer Siemens-Manager angehörten. Über die Beschlüsse im kleinen Kreis seien die übrigen Kontrolleure auch später nicht unterrichtet worden. Wie ein Aufsichtsrat berichtet, habe insbesondere Jung darauf gedrängt, die Zuteilung für die Infineon-Topmanager zu begrenzen, um zu verhindern, "dass sie sich die Taschen voll schaufeln". Der Ex-Siemens-Vorstand und Schumacher waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.