Deutsche Bank will 2006 in den USA wachsen - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank will 2006 in den USA wachsen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Jahr 2006 will die Deutsche Bank in Amerika unter die fünf größten Investmentbanken aufrücken. Dieses Ziel verkündete Josef Ackermann, Vorstandssprecher des Instituts, am Freitag vergangener Woche in einer Video-Konferenz mit den 200 wichtigsten Managern des Instituts. Er hat damit eine Antwort auf die Frage gegeben, wohin er die Bank steuern will. Bisher beschränkten sich seine Ziele auf eine Rendite von 25 Prozent. In dem seit Jahren schwelenden Richtungsstreit zwischen den auf das Deutschlandgeschäft orientierten Traditionalisten und den angloamerikanischen Investmentbankern versuchte Ackermann zu vermitteln: "Die Deutsche Bank wird immer dorthin gehen, wo das Geschäft ist – und dabei gibt es keine Dogmen." Derzeit versuche die Bank vor allem in China, Indien, Australien und Nordamerika zu wachsen – und zwar in Geschäftsfeldern, die in den entsprechenden Ländern gebraucht werden. Das Institut wolle auch nicht um jeden Preis expandieren. Der gescheiterte Kauf einer Bank in Rumänien sei deshalb nicht als Rückschlag zu werten. Die Deutsche Bank hatte vor der Rede ihres Chefs ein Rekordergebnis veröffentlicht: Im dritten Quartal betrug der Gewinn vor Steuern 1,9 Milliarden Euro.