Milliardenschwere Liquiditätsspritze für angeschlagene Hypothekenbank AHBR
Die angeschlagene Hypothekenbank AHBR, die sich noch im Besitz der Gewerkschaftsholding BGAG befindet, wurde vergangenen Donnerstag mit dringend benötigtem Frischgeld versorgt. Auf einer Sitzung in Frankfurt beschlossen Vertreter des Einlagensicherungsfonds, mehrere Großbanken-Manager sowie Karl-Burkhard Caspari, Vizepräsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Bereitstellung von Liquidität in der Höhe "von 2,5 Milliarden Euro", sagt ein Insider. Je 500 Millionen sollen von den vier Großbanken und der Postbank kommen. Die Rettungsaktion soll der zum Verkauf stehenden AHBR in den nächsten Wochen das Überleben sichern. Von dem Institut sind derzeit Pfandbriefe im Umfang von über 40 Milliarden Euro im Umlauf. Um die Bank vor kurzfristigen Liquiditätsabflüssen zu schützen, hatten unter anderem die Gewerkschaften und der Einlagensicherungsfonds kürzlich eine Abschirmungsvereinbarung getroffen. "Am Donnerstag wurde besprochen, wie der Liquiditätsschirm ausgestaltet wird", bestätigt ein BGAGSprecher, das Geld werde für die Refinanzierung im Interbankengeschäft benötigt. Bei der BaFin will man die Aktion weder bestätigen noch dementieren, einziger Kommentar von Chef Jochen Sanio: "Es gibt keinen Anlass daran zu zweifeln, dass die Abschirmungsvereinbarung die AHBR weiterhin gegen alle Gefährdungen schützt."