Wirtschaftweiser Bofinger für Abschaffung der Mini-Jobs - DER SPIEGEL
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Wirtschaftweiser Bofinger für Abschaffung der Mini-Jobs

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, fordert eine Abschaffung der 400-Euro-Jobs. "Ich finde es erstaunlich, dass nie über die Subventionierung der Mini-Jobs diskutiert wird", sagt Bofinger im Gespräch mit dem SPIEGEL. Der Staat gebe Milliarden dafür aus, dass eine verheiratete Frau, die schon vom Ehegatten-Splitting profitiere, noch ein steuerfreies Einkommen mit einem Mini-Job hinzuverdiene. Fragwürdig sei auch die Subventionierung der privaten Geld-Ersparnis von Beziehern höherer Einkommen im Rahmen der privaten und betrieblichen Altersvorsorge. Eine Mehrwertsteuererhöhung, die nur zur Haushaltskonsolidierung stattfindet, hält Bofinger für "ein völlig falsches Zeichen". Bofinger: "Wenn man schon Steuern erhöhen will, um die Haushaltslöcher zu stopfen, sollte man das zur Hälfte über die Einkommensteuer und zur Hälfte über die Mehrwertsteuer machen." Zur Stärkung der Kaufkraft schlägt Bofinger Lohnerhöhungen von "2,5 bis 3 Prozent" vor.