Coca-Cola gefährdet Umweltschutzaktion zur Fußball-WM
Der amerikanische Getränkehersteller Coca-Cola will bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland offenbar die Ökostandards senken. Für den Ausschank seiner Getränke prüft der WM-Sponsor auch die Verwendung von Einwegbechern aus Plastik. Der Deutsche Fußballbund und die Fifa hatten sich jedoch für die weltweit größte Sportveranstaltung auf die Ziele eines "Green Goal" verpflichtet, in denen "der Umweltschutz und die Abfallvermeidung eine große Rolle" spielen sollte. Der Vorstoß von Coca-Cola ist umso überraschender, als in den meisten Bundesligastadien bereits ein umweltfreundliches System mehrfach verwendbarer Trinkbecher aufgebaut wurde. Das Berliner Bundesumweltministerium kündigte jetzt gegenüber dem Organisationskomitee des Weltfußballverbands Fifa an, sich von der "Green Goal"- Kampagne zu "distanzieren", sollte mit Wegwerfbechern ein "falsches Signal" für die Abfallwirtschaft gegeben werden. Als Umweltbotschafter von "Green Goal" ist auch der Direktor des Uno-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, tätig, dessen Behörde die WM beraten soll.