Hausdurchsuchungen bei drei BMW-Zulieferern wegen Schmiergeldzahlungen - DER SPIEGEL
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Hausdurchsuchungen bei drei BMW-Zulieferern wegen Schmiergeldzahlungen

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Größere Ausmaße als bisher bekannt hat die Schmiergeldaffäre um einen im Juli verhafteten Ex-BMW-Einkaufsmanager. Am Donnerstag vergangener Woche ließ die Münchner Staatsanwaltschaft erneut sieben Privathäuser und Büros von Zulieferern des Konzerns durchsuchen, darunter zwei Betriebe mit Sitz in München sowie die Niederlassung eines US-Konzerns in Allershausen bei Nürnberg. "Es besteht der Verdacht, dass diese drei Unternehmen Schmiergelder in Höhe von mindestens 500.000 US-Dollar an den ehemaligen BMW-Mitarbeiter gezahlt haben", bestätigt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, "um bei der Auftragsvergabe für Innenausstattungen bevorzugt behandelt zu werden." Bei der Aktion wurden zwei Mitarbeiter festgenommen, insgesamt sitzen damit sechs Beschuldigte ein. Bereits vor Wochen hatten die Staatsanwälte zwei Mittelständler durchsucht. Auch von ihnen soll der inhaftierte BMW-Mitarbeiter Schmiergelder in Höhe von 250.000 beziehungsweise 200.000 Dollar kassiert haben. Die Korruptionsaffäre kam ursprünglich ins Rollen, weil Steuerprüfern bei einem sechsten Zulieferer in Ostdeutschland eine Schmiergeldzahlung von rund 100.000 Dollar aufgefallen war.