Regierung will einen Verkauf der Rüstungsfirma Atlas - DER SPIEGEL
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Regierung will einen Verkauf der Rüstungsfirma Atlas

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Elektronik an Franzosen nicht genehmigen Im Pokerspiel um den Bremer Marine-Ausrüster Atlas Elektronik hat der französische Rüstungsriese Thales offenbar keine Chancen mehr, den Zuschlag für die deutsche Rüstungsperle zu erhalten (SPIEGEL 42/2005). In Gesprächen mit Emissären des britischen Atlas-Eigentümers BAE Systems, der die Ex-Tochter des Pleitekonzerns Bremer Vulkan gern verkaufen möchte, haben Rüstungsstaatssekretär Peter Eickenboom und Georg Wilhelm Adamowitsch vom Wirtschaftsressort klargestellt, Berlin werde einen Verkauf des Hightech-Unternehmens (350 Millionen Euro Umsatz, 1750 Mitarbeiter) an die Franzosen "nicht genehmigen". Die Bundesregierung hat laut Außenwirtschaftsgesetz ein Vetorecht, wenn mehr als 25 Prozent eines Rüstungsunternehmens an ausländische Firmen veräußert werden sollen. Das höchste Angebot für Atlas hatte die US-Firma L3 Communications unterbreitet, die inzwischen jedoch einen Rückzieher machte. Die zweitbeste Offerte stammt von Thales. Mit einem Abstand in zweistelliger Millionenhöhe folgt ein Konsortium aus der französisch-deutschen Rüstungsfirma EADS und dem ThyssenKrupp-Konzern, dem U-Boot-Werften in Kiel und Emden gehören. In Regierungskreisen wird nun vermutet, dass BAE-Systems den Verkauf vorerst zurückstellen werde. Die Thyssen- Krupp/ EADS-Gruppe, die schon einmal nachgebessert hatte, will ihr Angebot nicht noch einmal aufstocken. BAE Systems wollte die Erlöse aus dem Atlas-Verkauf zur Ausweitung seines US-Engagements nutzen.