Der US-Staat Florida will deutschen Straftäter erst 2019 freilassen - DER SPIEGEL
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Der US-Staat Florida will deutschen Straftäter erst 2019 freilassen

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Der im US-Bundesstaat Florida seit 1989 wegen Kidnappings, bewaffneten Einbruchs und Überfalls sowie Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von viermal 40 Jahren verurteilte Andreas O., 42, aus Bayern kann vorerst nicht mit einer Überstellung nach Deutschland rechnen. O.s Mutter, aber auch der Kemptener CSU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Gerd Müller haben sich unter anderem bei Floridas Gouverneur Jeb Bush vergeblich für eine Überprüfung des Strafmaßes eingesetzt. Es sei, so Müller, "unbefriedigend", dass O. nach 16 Jahren Haft in Florida die Reststrafe nicht in Deutschland verbüßen dürfe. Zudem wäre O. bei einer Verurteilung nach deutschem Strafrecht für dieselben Taten "vermutlich längst frei". Über die gegenseitige Behandlung von Straftätern sollten Berlin und Washington, so Müller, "bald in einen Dialog treten". Andreas O. leidet unter harten Haftbedingungen, gilt mit 40 Disziplinarstrafen aber auch als renitenter Gefangener. Er stammt aus der DDR, saß aus politischen Gründen im Bautzener Gefängnis und wurde nach eineinhalb Jahren von der Bundesrepublik freigekauft, bevor er in die USA auswanderte. Nach Angaben der Gefängnisbehörde von Florida soll O. frühestens 2019 entlassen werden.