Börsengang der Bahn könnte sich bis zum Jahr 2008 verzögern - DER SPIEGEL
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Börsengang der Bahn könnte sich bis zum Jahr 2008 verzögern

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Der geplante Börsengang der Deutschen Bahn AG scheint frühestens im Jahr 2008 realistisch. Der Grund: Die Bahn wird laut neuester Mittelfristplanung erst im Geschäftsjahr 2008 ihre Kapitalkosten decken - bei Unternehmen dieser Größe nach Ansicht von Investmentbankern Voraussetzung für einen erfolgreichen Start an der Börse. Dabei können sich die von der Bahn vergangene Woche präsentierten Zahlen zunächst sehen lassen: Das Unternehmen transportierte in den ersten zehn Monaten 1,5 Milliarden Fahrgäste, 50 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis dürfte bei gut 500 Millionen Euro liegen und soll bis 2010 auf 2,5 Milliarden Euro wachsen. Der Umsatz soll im gleichen Zeitraum von derzeit 24,6 auf über 30 Milliarden Euro steigen. Dennoch schreibt die Investmentbank Morgan Stanley in ihrem Bericht zum dritten Quartal, der Umsatz in der Güterverkehrssparte Railion entwickle sich "aufgrund des andauernden Preis- und Margendrucks unter Plan" - trotz "eines geringeren Personalbestands". Auch das Geschäftsfeld Fahrweg liege bei Umsatz und Ergebnis "deutlich unter Plan". Für das Gesamtjahr 2005 sei mit "einer noch deutlicheren Planunterschreitung zu rechnen". Der FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich wirft Bahn-Chef Hartmut Mehdorn gar Schönfärberei vor: "Die Bahn hat Ende 2004 ihre Planung massiv nach unten korrigiert, um 2005 eine Planerfüllung präsentieren zu können. Die Vorgaben aus dem Morgan-Stanley-Gutachten zur Kapitalmarktfähigkeit und die Planzahlen aus der vormaligen Mittelfristplanung werden meilenweit verfehlt."