"FR"-Redakteure erwägen Streik
Die neue radikale Sparrunde der "Frankfurter Rundschau" ("FR") betrifft ausschließlich den überregionalen Teil. "Wir wollen stärker in die Regionalisierung gehen", sagt Verlagsgeschäftsführer Karlheinz Kroke. Ohne Maßnahmen würde der Redaktionsetat im Zeitraum 2004 bis 2006 um 1,8 Millionen Euro überzogen. Nun soll bei freien Mitarbeitern und Spesen gekürzt werden. Im Gespräch ist auch eine Anhebung des Verkaufspreises der überregionalen Ausgabe um bis zu einen Euro. Die Regionalredaktionen sollen mit bis zu 400.000 Euro deutlich besser ausgestattet werden. Hintergrund ist offenbar der geplante Verkauf der "FR" durch die SPD-Medienholding DDVG. Redakteure befürchten, dass die "FR" zum Regionalblatt umgebaut werden soll, um die WAZ-Gruppe als möglichen Interessenten zu locken. Die Redaktion will kämpfen und am Dienstag alternative Sparkonzepte vorstellen. Auch über einen Streik denken einige Redakteure bereits nach. Kroke verteidigt unterdessen den Status des Blattes: "Der nationale Anspruch ist zementiert."