Regierung will Bundesbank verkleinern - DER SPIEGEL
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Regierung will Bundesbank verkleinern

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stärker als bislang bekannt will die Bundesregierung die Zahl der Mitarbeiter bei der Bundesbank reduzieren. "Es kann davon ausgegangen werden, dass - auch nach 2007 - weiterer Bedarf für Personalanpassungen gegeben sein wird", schrieb Barbara Hendricks, parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium, dem FDP-Bundestagsabgeordneten Volker Wissing. Damit hat erstmals eine Vertreterin der neuen Regierung offiziell erklärt, dass der Umbau der früheren Notenbank weitergeht. Die Bundesbank hat in den vergangenen drei Jahren ihren Personalbestand bereits von 15.000 auf 12.500 reduziert, Ende 2007 sollen dort noch gut 11.000 Beschäftigte arbeiten. Im Finanzministerium gibt es aber weitergehende Überlegungen. Die Ministerialen können sich die einstigen Hüter der Mark als einen Think Tank nach US-Vorbild mit etwa 5000 Beschäftigten vorstellen. Ein Konzept hatten die Beamten bereits unter Finanzminister Hans Eichel erarbeitet, der Plan wurde jedoch wegen der politischen Brisanz nicht weiterverfolgt. In der Großen Koalition jedoch könnte das Vorhaben aus Sicht der Strategen im Ministerium tatsächlich Chancen haben. Die Pläne sollen demnächst mit Finanzminister Peer Steinbrück erörtert werden.