Ex-Kanzler Schröder drängte auf Kompromiss im Gas-Streit
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich in vertraulichen Gesprächen um eine Beilegung des Gas-Streits zwischen Russland und der Ukraine bemüht. Er habe in Telefonaten mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem Chef des halbstaatlichen Gaskonzerns Gasprom, Alexej Miller, auf einen Kompromiss mit der Ukraine gedrängt, berichten Vertraute Schröders. Sein Berliner Büro wollte die Aktivitäten weder bestätigen noch dementieren. Der Kreml hatte Anfang vergangener Woche für kurze Zeit die Gaslieferungen in die Ukraine gestoppt, weil Kiew sich geweigert hatte, einen vielfach höheren Preis zu bezahlen. Nach drei Tagen hatten sich beide Seiten auf einen Kompromiss geeinigt. SPD-Parteifreunde hatten Schröder öffentlich aufgefordert, mäßigend auf die russische Seite einzuwirken. Er soll demnächst Aufsichtsratschef einer Gasprom-Tochter werden.