Halleneinsturz in Bad Reichenhall: Experte entdeckt, dass sich die Leimverbindungen an mehreren Bruchstellen vollständig gelöst hatten - DER SPIEGEL
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Halleneinsturz in Bad Reichenhall: Experte entdeckt, dass sich die Leimverbindungen an mehreren Bruchstellen vollständig gelöst hatten

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Der Traunsteiner Prüfingenieur Walthari Fuchs, der in der Nacht nach dem Zusammenbruch der Eissporthalle in Bad Reichenhall im Auftrag der Stadtverwaltung die Trümmer untersuchte, stellte in der Holzkonstruktion der Deckenträger "an mindestens 5 der 20 Bruchstellen vollständig abgelöste Leimverbindungen" fest, die möglicherweise zu einem Zusammenbruch der Decke mit beigetragen haben. Das berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe. Der marode Zustand der Halle war offenbar längst bekannt. In einer Pressemeldung, die bis kurz nach dem Unfall auf der örtlichen SPD-Homepage zu finden war, hatte die Bad Reichenhaller SPD-Stadträtin und Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler bereits vor Monaten eine Entscheidung über die Zukunft der Anlage angemahnt. "Ansonsten könnte es passieren, dass es zuletzt zu einer Schließung wegen unterlassener Hilfeleistung kommt", wird die Abgeordnete zitiert. Ihr Büro dementiert diese Äußerung. Eine weitere Zeugin, die häufiger mit ihrer Tochter das Schwimmbad besuchte, berichtet ebenfalls von Einschätzungen über die Einsturzgefahr. So habe ihr ein Mitarbeiter, den sie auf die Missstände hinwies, eine Woche vor dem Unglück mitgeteilt: "Wir müssen Angst haben, dass uns das Dach einmal um die Ohren fliegt."