Minijob-Reform soll Rente stabilisieren
Höhere Sozialabgaben für Minijobber und gutverdienende Schicht- oder Nachtarbeiter sollen vor allem den notleidenden Alterskassen zugute kommen. Nach Schätzungen der Bundesregierung werden die beiden Maßnahmen in diesem Jahr die Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung um rund 600 Millionen Euro erhöhen. Die Mittel sollen eine Lücke füllen, die im Zuge der Koalitionsverhandlungen in die Rentenfinanzen gerissen wurde: Damals hatten SPD und Union beschlossen, die Rentenbeiträge für Hartz-IV-Bezieher abzusenken - und der Rentenversicherung so rund zwei Milliarden Euro jährlich zu entziehen. Die jüngsten Beschlüsse sollen nun dazu dienen, den Rentenbeitrag im nächsten Jahr wie angekündigt nicht über 19,9 Prozent steigen zu lassen. Die Koalitionäre hatten sich auf der Klausur von Genshagen verständigt, die Pauschalabgaben auf Minijobs von derzeit 25 auf 30 Prozent zu erhöhen sowie Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge ab einem Stundenlohn von 25 Euro sozialabgabenpflichtig zu machen.