BMW-Korruptionsaffäre weitet sich aus - DER SPIEGEL
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BMW-Korruptionsaffäre weitet sich aus

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Die Korruptionsaffäre beim Automobilkonzern BMW zieht immer weitere Kreise. Inzwischen ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft "gegen drei Mitarbeiter" bestätigt ein Sprecher. Davon befindet sich der Einkaufsmanager Günther L., der von mehreren Zulieferern mit mindestens einer Millionen Dollar bestochen worden sein soll, immer noch in Haft. Sein Anwalt gibt zu den Vorwürfen "keinen Kommentar" ab. Der BMW-Konzern hat allen drei Mitarbeitern "bereits gekündigt", bestätigt eine Sprecherin des Automobilherstellers. Um den Verbleib der mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen zu klären, haben die Münchner Ermittler Anfang Dezember ein Rechtshilfeersuchen an die Zürcher Staatsanwaltschaft geschickt. Darin werden konkrete Geldtransfers aufgelistet. Zum Kreis der verdächtigen Zulieferer gehören neben den deutschen Mittelständlern M&H, Grammer und Dräxlmaier auch der US-Milliardenkonzern Lear Corporation sowie eine Tochter der österreichischkanadischen Firmengruppe Magna International. Im Falle von Lear soll der Industrievertreter Walter S. für die Lieferung von Autositzen für die 3er-Reihe ein Schmiergeld von 278000 Dollar auf ein Schweizer Konto überwiesen haben. "Wir kennen die Untersuchung und kooperieren mit den Behörden", heißt es dazu am Hauptsitz der Lear Corporation in Southfield im US-Bundesstaat Michigan. Der BMW-Konzern führt derweil eigene Prüfungen bei den Lieferanten durch. Hierzu gehört laut einer Sprecherin auch die Frage, "ob geheime Preisabsprachen stattgefunden haben".