Medienfonds-Chef bleibt wegen Fluchtgefahr in Haft - DER SPIEGEL
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Medienfonds-Chef bleibt wegen Fluchtgefahr in Haft

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Andreas Schmid, der Chef der Münchner Medienfondsgesellschaft VIP, muss in Untersuchungshaft bleiben. Das Landgericht München I hat bereits am 14. Dezember eine Haftbeschwerde zurückgewiesen. Es bestehe "dringender Tatverdacht für das Vorliegen eines gewerbsmäßigen Betrugs" sowie "der Steuerhinterziehung in drei Fällen". Schmid hatte allein im Jahr 2004 410 Millionen Euro bei Anlegern eingesammelt und war so zum Marktführer unter den Medienfonds aufgestiegen. Nach Meinung der Richter hat sich nun der Verdacht der Staatsanwaltschaft erhärtet, dass nur 20 Prozent des Geldes tatsächlich in Filmproduktionen investiert wurden, während 80 Prozent des Geldes bei einer Bank deponiert wurden. Für den Fall der Verurteilung drohe dem Beschuldigten "eine erhebliche Freiheitsstrafe im Vollzugsbereich". Fluchtgefahr bei Schmid unterstellt das Gericht auch deshalb, weil der VIP-Chef am Tag nach der Durchsuchung vier Millionen Euro auf ein neueröffnetes Konto überwiesen habe und auch seine Ehefrau mit 2,25 Millionen Euro bedachte. "Wir bereiten gegen Schmid und andere Schadensersatzklagen für rund 50 Anleger vor", sagt Jens-Peter Gieschen von der Bremer Sozietät KTAG Rechtsanwälte. Schmids Anwalt will zu den Vorwürfen gegen seinen Mandanten keine Stellung nehmen.