Stahlunternehmer zieht in VW-Aufsichtsrat ein
Im Aufsichtsrat des VW-Konzerns stehen nach dem beabsichtigten Einzug von Porsche- Chef Wendelin Wiedeking weitere Änderungen an. So soll Stahlunternehmer Jürgen Großmann, der die Georgsmarienhütte saniert hat, zusätzlich ins Kontrollgremium des Autokonzerns rücken. Großmann gilt auch als möglicher Kompromisskandidat zwischen den beiden Großaktionären von VW, dem Land Niedersachsen und Porsche, wenn im nächsten Jahr ein Nachfolger für den Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch gewählt werden muss. Niedersachsen und Porsche haben sich darauf verständigt, dass dieser Posten dann von einem sogenannten Neutralen besetzt werden soll. Das könnte Grossmann werden. VW-Aufsichtsratchef Ferdinand Piëch glaubt, dass die Einigung der beiden Großaktionäre Niedersachsen und Porsche "einen starken Schub für den wirtschaftlichen Aufschwung bei VW bringt". Im VW-Konzernvorstand stehen nach der beabsichtigten Verlängerung des Vertrags von Unternehmenschef Bernd Pischetsrieder weitere Veränderungen an. VW-Markenchef Wolfgang Bernhard soll aufgewertet werden. Er soll künftig nicht nur die Markengruppe Volkswagen führen, sondern die Produktion des gesamten Konzerns steuern. Er könnte dann auch über die Audi-Fabriken entscheiden. Im Gegenzug soll Audi-Chef Martin Winterkorn stärker für die Entwicklung aller Konzernmarken verantwortlich sein.