Pischetsrieder will über 35-Stunden-Woche verhandeln - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Pischetsrieder will über 35-Stunden-Woche verhandeln

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

VW-Chef Bernd Pischetsrieder will mit den VW-Betriebsräten auch über die Rückkehr zur Fünf-Tage-Woche mit 35 Stunden verhandeln. Die Mitarbeiter sollen zum gleichen Lohn länger arbeiten. In einigen Bereichen wie der Entwicklung sollte wieder 40 Stunden gearbeitet werden. Die Schließung eines Montagewerks ist nach Angaben eines VW-Managers dann kaum zu vermeiden. Die Fabrik in Brüssel, in der Golf und Lupo produziert werden, gilt als besonders gefährdet. Die Fertigung der dort montierten Autos könnte auf die deutschen Standorte verteilt werden. Dann wären diese besser ausgelastet und eher rentabel. Allerdings ist Brüssel bislang deutlich kostengünstiger als Wolfsburg. Die Vertragsverlängerung Pischetsrieders ist unterdessen keineswegs so sicher, wie es noch vor Wochen schien. Ministerpräsident Christian Wulff und Porsche-Chef Wendelin Wiedeking haben sich zwar dafür ausgesprochen. Aber nun mehren sich auf der Arbeitnehmerseite die Bedenken, ob Pischetsrieder der richtige Mann ist. Es dauert ihnen zu lange, bis der VW-Boss in die Gänge kommt. Die Probleme seien schließlich seit Jahren bekannt. Einige VW-Betriebsräte überlegen, ob sie der Vertragsverlängerung Pischetsrieders auf der Aufsichtsratssitzung Anfang Mai zustimmen sollen.