Spiel-Manipulationen: Internationale Bande Drahtzieher im Fußball-Wettskandal - DER SPIEGEL
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Spiel-Manipulationen Internationale Bande Drahtzieher im Fußball-Wettskandal

Im neuen Wettskandal im deutschen Fußball sind die Namen der mutmaßlichen Hauptverdächtigen bekannt. Ein Serbe und ein Libanese stehen unter Verdacht, Spiele verschoben zu haben. Ihr Vorgehen ähnelt den Umständen im Fall um den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer.
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Der in Beirut geborene Sayed G. aus Bad Dürkheim und der Serbe Dragan A. aus Speyer gehören nach Informationen des SPIEGEL zu den Hauptbeschuldigten des neuen Wettskandals im deutschen Fußball.

Mindestens vier Regionalliga-Partien und eine Zweitligabegegnung sind ins Visier der Fahnder geraten, die von den Auswertungen der Hausdurchsuchungen bei Sayed G. und Dragan A. am vergangenen Montag weitere Erkenntnisse
über das Ausmaß der Manipulationen erwarten.

Neben G. und A., einem ehemaligen Amateurkicker, der zuletzt als Spielerberater tätig war, sitzen ferner der Malaie William L. und der Pole Michael S. in Untersuchungshaft. Den vier Beschuldigten wird "gewerbs- und bandenmäßiger Betrug" vorgeworfen (AZ 6350JS246513/05).

Übers Internet sollen sie Kombinationswetten in Asien platziert haben, vorzugsweise auf genaue Spielstände zur Halbzeit. Bei der Kontaktaufnahme von Fußballern scheinen sich die mutmaßlichen Wettbetrüger den Fall des Berliner Schiedsrichters Robert Hoyzer als Vorlage genommen zu haben. Auch Sayed G. versuchte seine zukünftigen Komplizen mit einem lässigen Lebensstil und teuren Autos zu beeindrucken.

So hatte sich der Libanese im Herbst an Dominick Kumbela herangepirscht, ein Stürmertalent des 1. FC Kaiserslautern, das jüngst zu Rot-Weiß Erfurt gewechselt ist. Am vorvergangenen Sonntag observierten LKA-Beamte G. und Kumbela in einem Kaiserslauterer Restaurant. Auch Kumbela, der seine Unschuld
beteuert, wird mittlerweile als Beschuldigter geführt.