Verfassungsschutz untersucht deutsche Moscheen auf Radikalen-Verdacht
Die Verfassungsschützer von Bund und Ländern haben in einem gemeinsamen Projekt die schätzungsweise mehr als 2500 Moscheen in Deutschland auf islamistische Umtriebe hin untersucht und 39 als verdächtig erfasst. In einem fast zweijährigen Verfahren hatten die Ämter ihre Erkenntnisse über sogenannte "Zentren der Radikalisierung und Rekrutierung" zusammengetragen. 15 der 39 Moscheen gelten demnach als besonders problematisch. Die nun erfassten Gebetsstätten, warnen die Verfassungsschützer, könnten "als Radikalisierungs- und Rekrutierungsmärkte fungieren, auf denen islamistische ,Talentspotter Kandidaten für weiterführende Indoktrination werben können". Als "Kernproblem" ihrer verdeckten Recherchen benennen die Nachrichtendienste die "qualitativ und quantitativ unbefriedigende Zugangslage" in den Gemeinden. So sei es etwa schwierig festzustellen, ob "de facto eine saudische Finanzierung stattfindet". In mehreren Fällen hätten Vereine versucht, solche Geldquellen zu erschließen.