Unternehmensteuerreform wird abgespeckt
Die von der Großen Koalition geplante Reform der Unternehmensteuern wird abgespeckt. Eine steuerliche Gleichbehandlung von kleinen Betrieben und großen Konzernen, wie sie die Stiftung Marktwirtschaft vorgeschlagen hat, wird es wohl nicht geben. Steuertechnisch sei das "so gut wie nicht zu machen", sagt ein hoher Beamter im Bundesfinanzministerium. Jede Lösung würde "zu einer Mehrbelastung Hunderttausender kleiner Firmen führen". Der Grund: Viele Personengesellschaften, die bisher der Einkommensteuer ihrer Besitzer unterliegen, zahlen heute weit weniger Steuern, als die etwa 30 Prozent, die dem Finanzministerium als Belastung für Kapitalgesellschaften vorschweben die Liste der Verlierer wäre folglich lang. Nun wird in Berlin geprüft, ob zumindest größere Personengesellschaften, also etwa Offene Handels- oder Kommanditgesellschaften, mit AGs und GmbHs gleichgestellt werden könnten. Als Betreuer für die Unternehmensteuerreform hat sich der ehemalige Unions-Fraktionschef Friedrich Merz angeboten was in der CDU aber auf Widerstand stößt.