Bundesliga-TV Arena startet durch
Über den Fußball soll Arena nach dem Willen der Unity-Macher zur zweiten großen Bezahl-TV-Plattform neben Premiere werden. Das berichtet der SPIEGEL unter Berufung auf ein internes Papier ("strictly confidential") vom 6. März. Darin wird als "Ziel des neuen Produktdesigns" definiert, "über die Fußball-Nachfrage einen massiven Anstieg der Pay-TV-Abos" zu erreichen um die Kunden dann zum Abschluss "höherwertiger" Programmpakete zu bringen.
In Hessen und NRW hatte das Unity-Pay-Angebot "tividi", das jetzt in Kombinationen mit Arena angeboten wird, bislang rund 170.000 Kunden. In der ersten Woche gingen mehr als 20.000 Bestellungen bei Arena ein, die meisten für den Kabel-Frühbuchertarif von 9,90 Euro. Viele Interessenten musste Arena indes vertrösten, weil sie nicht über Unity-Netze erreichbar sind und Verträge mit anderen Kabelanbietern weiter ausstehen.
Dem Papier zufolge rechnet Unity bis 31. Juli mit 207.000 Kunden, davon 176.000 für Arena allein also Fußball pur. Erstaunen löst beim Konkurrenten Premiere derweil eine Option aus, die es der Deutschen Fußball Liga erlaubt, kostenfrei zehn Prozent an Arena zu übernehmen, falls man dort bei der Rechtefinanzierung unter den Erwartungen der Liga bleibt. Bei Premiere fürchten manche, dies könne die eigenen Chancen im laufenden Vergabeverfahren für das Gaststätten-Liga-TV ("Sportbars") schmälern auch für dieses Recht haben sowohl Arena als auch Premiere geboten.