Volkswagen Opel-Mann Forster als Vorstandschef im Gespräch
Einflussreiche VW-Aufsichtsräte halten ihn für eine mögliche Alternative zu Konzernchef Bernd Pischetsrieder. Dessen Vertrag sollte nach dem Willen von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, die die beiden größten VW-Aktionäre vertreten, auf der Aufsichtsratssitzung am 19. April um fünf Jahre verlängert werden.
IG-Metall-Chef Jürgen Peters und die übrigen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wollen dies verhindern. Zuerst müsse Pischetsrieder seinen Sanierungsplan präsentieren, dann könne man über die Zukunft des Chefs entscheiden. "Wir kaufen doch nicht die Katze im Sack", sagt ein Aufsichtsrat.
Auch der Vorsitzende des Gremiums, Ferdinand Piëch, ist für eine Vertagung der Top-Personalie. Er ist überzeugt, Pischetsrieder sei der falsche Mann. Piëch hatte bereits Audi-Chef Martin Winterkorn als Nachfolger vorgeschlagen, war damit jedoch an Wulff und Wiedeking gescheitert.
Auch der zeitweise als Nachfolger gehandelte ehemalige BMW- und Ford-Manager Wolfgang Reitzle sagte ab. Der Linde-Boss will die geplante Übernahme von BOC vollenden.