Studie des Innenministeriums Hoher Krankenstand in der Bundesverwaltung
Hamburg - Die Bundesbehörden leiden darunter, dass ihre Beamten und Angestellten überdurchschnittlich oft krank sind. Dies geht aus einer Studie des Bundesinnenministeriums hervor. Nach Informationen des SPIEGEL lag die Fehlquote bei den mehr als 300.000 Bundesbediensteten demnach bei 5,6 Prozent. In der Gesamtwirtschaft betrug die Ausfallquote lediglich 3,4 Prozent. "Die Fehlzeiten in der Bundesverwaltung bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau", heißt es in der Studie.
Tatsächlich ist der Krankenstand in den Bundesbehörden seit Jahren nahezu konstant, während sich die Arbeiter und Angestellten insgesamt immer seltener krankmelden. Um Abhilfe zu schaffen, empfiehlt das Innenministerium mehr "anforderungsreiche und ganzheitliche Tätigkeiten sowie flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort". In der Vergangenheit sei zu einseitig auf Kontrollmaßnahmen gesetzt worden etwa auf "die Pflicht zur Vorlage von ärztlichen Bescheinigungen".