Gesundheitsreform: Unternehmen mit gutbezahlten Angestellten sollen stärker zur Kasse gebeten werden - DER SPIEGEL
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Gesundheitsreform: Unternehmen mit gutbezahlten Angestellten sollen stärker zur Kasse gebeten werden

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei der geplanten Reform des Gesundheitswesens wollen Union und Sozialdemokraten vor allem Unternehmen mit vielen gutbezahlten Angestellten stärker zur Kasse bitten. Der mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt abgestimmte Plan sieht vor, dass für Arbeitgeber die Beitragsbemessungsgrenze bei der Krankenversicherung von derzeit 3562,50 Euro brutto wegfällt. Stattdessen soll der Arbeitgeberbeitrag künftig von der Summe aller Löhne und Gehälter eines Unternehmens abgezogen werden. Das würde etwa bei Banken, Software- und Medienunternehmen mit hochbezahlten Arbeitnehmern zu beträchtlichen Mehrausgaben führen. Derzeit sind über vier Millionen Gutverdiener freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Umstritten zwischen Union und SPD ist allerdings noch, welcher Prozentsatz der Lohnsumme von den Arbeitgebern abgeführt werden muss. CDU und CSU sind dafür, den Zuschuss zur Krankenversicherung dauerhaft bei 6,5 Prozent einzufrieren; die SPD ist dagegen.