Mindestens sechs Prozent der Hartz-IV-Empfänger tricksen
Mindestens sechs Prozent der Hartz-IV-Empfänger beziehen ihre Unterstützung zu Unrecht oder erhalten zu hohe Leistungen. Das ist das Ergebnis einer neuen Telefonumfrage, mit der die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit derzeit einen Teil ihrer Hartz-IV-Empfänger überprüft. Dabei waren rund 35 Prozent der Angerufenen trotz mehrfacher Versuche nicht erreichbar oder nicht bereit, mit den Agenturmitarbeitern zu sprechen. Von den Übrigen mussten in rund sechs Prozent der Fälle Leistungen gekürzt oder zurückgenommen werden, weil die Betroffenen inzwischen einen Job gefunden oder sonstige Einkünfte nicht korrekt angegeben hatten. Bei den unter 25-Jährigen lag der Anteil sogenannter Statusänderungen bei fast zwölf Prozent, bei den über 50-Jährigen dagegen bei lediglich knapp vier Prozent. Die Nürnberger Bundesagentur hat seit Jahresbeginn rund 100 000 Bezieher von Arbeitslosengeld II in rund 20 Jobcentern im ganzen Bundesgebiet befragt.