Höhere Acrylamidwerte in Kartoffelchips / Bis zu 124 Prozent mehr als bei Vorjahresuntersuchung
Manche Kartoffelchips enthalten laut Verbraucherorganisation Foodwatch nach wie vor große Mengen möglicherweise gesundheitsschädlicher Stoffe. Neue Messungen ergaben unter den Snacks erhebliche Unterschiede in der Belastung mit Acrylamid, das in Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Besonders sogenannte Stapelchips schnitten deutlich schlechter ab als in vergangenen Jahren. Die Marke "Pringles" von Procter & Gamble war mit 1080 Mikrogramm um 56 Prozent höher belastet als 2005. Vor allem Bioproduzenten konnten dagegen den Acrylamid-Anteil verringern. Foodwatch kritisiert vor diesem Hintergrund das neue Verbraucherinformationsgesetz, das der Bundestag kommende Woche verabschieden will: Hersteller müssen auf Verpackungen weiterhin keine Angaben über den Acrylamid-Gehalt machen. "So wird der Verbraucher auf unverantwortliche Weise für dumm gehalten", sagt Foodwatch-Chef Thilo Bode.