Aktionsplan zur Integration von Migranten
Mit einem Aktionsplan zum besseren Umgang mit Migranten positioniert sich Nordrhein- Westfalen als erstes Bundesland für den von Kanzlerin Angela Merkel am 14. Juli geplanten Integrationsgipfel. Die Antwort auf bisherige Probleme und Misserfolge laute vor allem Bildung, heißt es in einem 20-Punkte-Programm, das die Regierung des Düsseldorfer Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) am Dienstag beschließen will. Die Schulen in NRW sollen deshalb etwa aufgefordert werden, verstärkt Migranten als Lehrer einzustellen. Außerdem will die schwarz-gelbe Landesregierung mit speziellen Werbeaktionen Abiturienten aus Zuwandererfamilien ermuntern, Lehrer zu werden. Der NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) plant auch eine Informationskampagne, damit mehr Zuwanderer sich für die deutsche Staatsbürgerschaft entscheiden. Das Land will zudem die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege darin unterstützen, die Beratungsangebote für Migranten zu "Integrationsagenturen" umzubauen. Deren Mitarbeiter sollen stärker auf Zuwanderer zugehen und helfen, Konflikte in Stadtteilen zu lösen. Fortschritte und Fehlentwicklungen der Integrationspolitik soll künftig in NRW ein Beirat mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kontrollieren.