Deutsche Klimaschutz-Vorgaben kaum zu erreichen
Die großzügige Vergabe von sogenannten Emissionsrechten der Bundesregierung an die Industrie gefährdet die Ziele des internationalen Kyoto-Abkommens zur Kohlendioxid- Verminderung. Nach der Vorlage für das Bundeskabinett in dieser Woche sollen ab 2008 kostenlos Verschmutzungsrechte für 482 Millionen Tonnen Kohlendioxid an Industrie- und Stromkonzerne vergeben werden. Im Jahre 2005 lag der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids der am Emissionshandel beteiligten Unternehmen in Industrie und Energiewirtschaft jedoch knapp unter diesem Wert, so dass ein Anreiz zu weiteren Einsparungen fehlen würde. Damit sind nach Berechnungen des Bundesumweltministeriums die Ziele des Kyoto-Protokolls, den Kohlendioxidausstoß bis zum Jahre 2012 gegenüber 1990 um 21 Prozent zu senken, über den Emissionshandel in Deutschland kaum noch zu erreichen.