Neue Forschungsfinanzierung für Hochschulen - DER SPIEGEL
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Neue Forschungsfinanzierung für Hochschulen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) will das System der Forschungsfinanzierung in Deutschland umstellen. Hintergrund seiner Initiative ist eine paradoxe Situation bei den Hochschulen. Wissenschaftler, die sogenannte Drittmittel (2003 rund 3,4 Milliarden Euro) einwerben, kosten ihre Universitäten derzeit zusätzlich Geld. Denn mit den eingeworbenen Mitteln dürfen nach der bundesweit geltenden Rechtslage nur die direkten Kosten für das Forschungsprojekt abgedeckt werden; Ausgaben für Infrastruktur und Geräteausstattung aber muss die Hochschule aus ihrem Etat beisteuern – pro gespendeten Euro rund 50 Cent. Frankenberg will, dass diese "Overheadkosten" bis zu 50 Prozent aus den Drittmitteln beglichen werden. Die Umstellung auf die Vollkostenfinanzierung soll innerhalb der nächsten fünf Jahre erfolgen. "Wenn wir diese Kostenregelung nicht hinbekommen, werden wir auf Dauer keine Spitzenforschung mehr haben", sagt der CDU-Politiker.