Zentralrat der Juden distanziert sich von Präsidentin Knobloch - DER SPIEGEL
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Zentralrat der Juden distanziert sich von Präsidentin Knobloch

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Zentralrat der Juden in Deutschland geht auf Distanz zu seiner neuen Präsidentin Charlotte Knobloch. Mit ihrer Forderung, an deutschen Schulen ein eigenes Fach "Nationalsozialismus" einzuführen, weil das Thema im regulären Geschichtsunterricht "viel zu kurz" komme, habe sie sich gleich zu Beginn ihrer Amtszeit von der Mehrheitsmeinung im Zentralrat abgesetzt: "Wir lehnen dies seit langem schon ab", sagte Generalsekretär Stephan Kramer. Anders als es Frau Knobloch zudem "ungeschickt formuliert" habe, hätten "gerade die ostdeutschen Lehrer" viele neue und erfolgreiche didaktische Konzepte entwickelt, um den Schülern die Themen Nationalsozialismus und Holocaust nahe zu bringen. Knobloch, die am 7. Juni zur Nachfolgerin des verstorbenen Paul Spiegel gewählt wurde, hatte in einem Interview Lehrern im Osten unterstellt, dass sie über die Vergangenheit Deutschlands "fast überhaupt nichts wissen".