BND-Mitarbeiter "Sommer" verbrannte Dokumente
Eine der Hauptfiguren der Presse-Bespitzelungs-Affäre des Bundesnachrichtendienstes (BND) ist am Donnerstagabend vergangener Woche beim Verbrennen anscheinend sensibler Dossiers erwischt worden. Polizeibeamte überraschten den Nachrichtenhändler Uwe Müller aus Leipzig, als er nahe einer Autobahnabfahrt ein Feuer entfachte. Müller, Deckname "Sommer", soll im Auftrag des Nachrichtendienstes unter anderem einen Journalisten der "Berliner Zeitung" ausgehorcht haben und geriet so jüngst in den Fokus der Berichterstattung. Unter den jetzt verbrannten Papieren seien, so Müller, zwar "keine amtlichen Dokumente" gewesen, allerdings "Notizen zum BND" und Unterlagen über "Gasprom und Gerhard Schröder". Die noch zu rettenden Dokumente habe die Polizei mitgenommen, als sie Worte wie "Bundesnachrichtendienst" oder "Bundeskanzleramt" identifiziert und sich an Müllers Namen erinnert habe. Die Bespitzelung von Journalisten wird voraussichtlich im Oktober im BND-Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Thema.