BASF-Chef Hambrecht fordert, Feiertage zu streichen - DER SPIEGEL
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BASF-Chef Hambrecht fordert, Feiertage zu streichen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der BASF-Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht ist unzufrieden mit der schwarzroten Regierung. Von einer Großen Koalition erwarte er große Reformen und keine großen Kompromisse, sagte Hambrecht in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL: "Wir können viel mehr erreichen, wenn wir es nur wollen. Bisher bin ich etwas enttäuscht."

Hambrecht forderte die Regierung auf, neue Wege bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu gehen. Der Manager sieht noch "große Potentiale im Niedriglohnsektor". Schon 15 Prozent geringere Arbeitskosten würden genügen, um die Abwanderung von Arbeit ins Ausland zumindest teilweise zu stoppen.

In diesem Zusammenhang plädierte der BASF-Chef für eine Verlängerung der Arbeitszeit. "Ein, zwei Tage länger arbeiten, zwei Feiertage weniger, das würde schon helfen", sagte Hambrecht dem SPIEGEL. Unter diesen Umständen würde auch BASF zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, beispielsweise einfache Tätigkeiten wie Botendienste. "Ich glaube, nicht nur wir, die ganze Industrie würde wahrscheinlich mehr tun", sagte Hambrecht.