Schäuble gegen Aufnahme von libanesischen Kriegsflüchtlingen - DER SPIEGEL
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Schäuble gegen Aufnahme von libanesischen Kriegsflüchtlingen

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Bundesinneminister Wolfgang Schäuble hat sich gegen die Aufnahme libanesischer Kriegsflüchtlinge in der Bundesrepublik ausgesprochen. Im Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL kritisierte der CDU-Politiker entsprechende Überlegungen einzelner Bundesländer: Es sei "voreilig" und "sachlich völlig verfehlt", wenn "Deutschland oder sogar einige Bundesländer von sich aus 'Flüchtlingsschutz' anböten." Derzeit sei nicht von einem Massenzusturm auszugehen, der Voraussetzung für eine vorübergehende Gewährung von Schutz sei. "Deshalb bin ich sehr dafür, die Leute nicht mit Versprechungen nach Europa zu locken", so Schäuble, die betroffenen Menschen sollten lieber "vor Ort, in der Region" unterstützt werden.

Einen Anstieg bei der Zahl der Asylanträge von Libanesen kann das Innenministerium nach Schäubles Worten derzeit nicht feststellen. Von einem Zustrom libanesischer Flüchtlinge erwartet Schäuble keine negativen Auswirkungen auf die innere Sicherheit in Deutschland. Allerdings hätten die Behörden "ein Auge" auf die mehreren tausend Rückkehrer aus dem Krisengebiet, die teils Deutsche libanesischer Herkunft seien: "Da ist unsere Bundespolizei in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt besonders wachsam", so Schäuble zum SPIEGEL.