Verdacht der Günstlingswirtschaft im Müntefering-Ministerium - DER SPIEGEL
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Verdacht der Günstlingswirtschaft im Müntefering-Ministerium

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Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hat Ärger wegen seiner Personalpolitik: Beamte seines Hauses werfen ihm Günstlingswirtschaft bei der Vergabe von Leitungspositionen vor. In einem Brief an den Minister kritisiert der Personalrat, dass Müntefering 19 neugeschaffene Stellen in der Leitungsebene fast ausschließlich mit – zumeist jungen – Genossen von außerhalb besetzt hat. Dazu gehört auch die 32-jährige Ex-Büroleiterin der früheren Bildungsministerin Edelgard Bulmahn. Als Mitarbeiterin des Staatssekretärs Kajo Wasserhövel stieg sie nun zur Top-Verdienerin mit 6000 Euro Monatsgehalt in die Besoldungsgruppe B3 auf – eine Gehaltsstufe, die Beamte sonst gewöhnlich erst gegen Ende ihres Berufslebens erreichen. In dem Schreiben des Personalrats heißt es: "Unser Haus, welches das Programm '50plus' für die Privatwirtschaft propagiert, kann es sich nicht leisten, das große fachliche und persönliche Potential von älteren und berufserfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu ignorieren." Der Minister indes findet seine Personalpolitik völlig in Ordnung: Bei der Stellenbesetzung gelte "der Grundsatz der Bestenauslese", heißt es im Antwortbrief an den Personalrat.