Dopingverdächtiger deutscher Arzt soll selbst Sportler in Spanien behandelt haben
Der Anästhesiearzt Markus C., dessen Wohnung und Arbeitsplatz das Bundeskriminalamt (BKA) am vergangenen Donnerstag wegen einer möglichen Mittäterschaft in der Dopingaffäre um den Radprofi Jan Ullrich durchsuchte, hat womöglich selbst Sportler in Spanien behandelt. Der gebürtige Pole begründete gegenüber Bekannten seine häufigen Besuche unter anderem in Gran Canaria auch mit seiner Zusammenarbeit mit Athleten. Zudem sprach C. in einer Klinik im thüringischen Bleicherode, in der er arbeitete, einen Kollegen an, ob dieser ein Radsportteam betreuen wolle. Das BKA geht auch dem Verdacht nach, dass die Ehefrau von C. bei der Beschaffung von Medikamenten geholfen haben könnte. Die Frau arbeitet in einer Apotheke im niedersächsischen Braunlage, in der das BKA ebenfalls Material konfiszierte. Weder C. noch seine Ehefrau wollten sich bisher zu den Vorgängen äußern.