CSU rückt im Grundsatzprogramm von CDU ab - DER SPIEGEL
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CSU rückt im Grundsatzprogramm von CDU ab

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Die CSU will sich in ihrem neuen Grundsatzprogramm klar von der Schwesterpartei CDU abgrenzen. In einem Brief an die Mitglieder der Grundsatzkommission seiner Partei schreibt CSU-Generalsekretär Markus Söder: "Eine stärkere Ausrichtung nach links vor allem in der Gesellschaftspolitik kommt für die CSU nicht in Frage." Eine "Sozialdemokratisierung unserer Politik" werde es nicht geben. Söder reagiert damit auf die Bemühungen seines christdemokratischen Amtskollegen Ronald Pofalla, die CDU unter anderem in der Familienpolitik durch die Einführung eines Kindersplittings zu modernisieren. Das lehnt die CSU scharf ab. "Unsere Familienpolitik geht weiterhin vom Idealbild der Ehe und Familie aus", schreibt Söder. Die CSU fürchtet, dass durch den liberalen Kurs Pofallas, der von CDU-Chefin Angela Merkel unterstützt wird, bürgerliche Wähler verschreckt werden könnten, ohne dass neue Wähler aus dem SPD-Lager dazukommen. "40 Prozent und mehr holt man nicht durch imaginäre neue Wählergruppen", zürnte Söder im kleinen Kreis.