Schmidt und Engholm geben ihre Stasi-Akten frei
Prominente West-Politiker, die von der Stasi über Jahre ausspioniert wurden, haben jetzt der Birthler-Behörde erlaubt, ihre Akten herauszugeben. Darunter sind Spitzenpolitiker wie Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt und der frühere SPD-Chef Björn Engholm. In den sogenannten Rosenholz-Akten der DDR-Auslandsaufklärung waren Unterlagen über sie und andere frühere Bundestagsabgeordnete entdeckt worden. Die Stasi hatte viele von ihnen als "Inoffizielle Mitarbeiter mit Arbeitsakte" (IMA) registriert, weshalb spekuliert wurde, sie könnten Stasi-Zuträger gewesen sein. Laut Birthler-Behörde waren die jetzt angefragten Politiker aber eindeutig Ausspähungsziele des Stasi-Ministeriums, oder sie wurden abgeschöpft. Die Herausgabe der Akten kann nur mit ihrem Einverständnis erfolgen. Engholm zu dem Inhalt seiner Akte: "Ich bin verwundert über die immense Akribie der Stasi, die sogar Zeitpunkt und Länge meiner Toilettenbesuche festhielt."