Streit um Transporter-Standorte verteuert Kongo-Mission - DER SPIEGEL
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Streit um Transporter-Standorte verteuert Kongo-Mission

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Ein Streit zwischen dem Luftfahrt-Bundesamt und der Bundeswehr behindert und verteuert die EU-Mission im Kongo. Deutschland, Frankreich und Polen wickeln einen Großteil des Nachschubs für die Kongo-Truppe über den Flughafen Leipzig ab. Gemäß einem Abkommen zwischen 17 Ländern aus Nato und EU mit dem Unternehmen "Ruslan Salis" stehen dort seit dem Frühjahr zwei Antonow-Großraum-Jets für Militär-Transporte in alle Welt bereit; weitere Flieger sind in Russland und der Ukraine abrufbar. Wegen des erhöhten Bedarfs für den Kongo-Einsatz wollten die Militärs zwei zusätzliche Antonows in Leipzig stationieren lassen, auch um Kosten für Leerflüge der Transporter aus Russland und der Ukraine zu vermeiden. Beamte des zuständigen Luftfahrt-Bundesamts, das dem Verkehrsministerium untersteht, lehnten jedoch ab: Die Stationierung sei nicht "zwingend erforderlich". Proteste der Bundeswehr blieben erfolglos: So fallen für die Kongo-Transporte Mehrkosten von bis zu 150.000 Euro pro Flug an, weil ständig leere Antonows aus Uljanowsk und Kiew anfliegen müssen.