Trittin bringt Ampel ins Gespräch - DER SPIEGEL
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Trittin bringt Ampel ins Gespräch

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Hamburg - Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, schließt eine Ampel-Koalition seiner Partei mit FDP und SPD nach der nächsten Bundestagswahl nicht aus. "Wenn man schon über Dreierkonstellationen redet, ist die Ampel das wahrscheinlichste Modell", sagte Trittin in einem Gespräch mit dem SPIEGEL. Ein Zusammengehen seiner Partei mit FDP und Union in einem sogenannten Jamaika- Bündnis schloss der frühere Umweltminister hingegen aus. Dies sei für die Grünen "nicht sehr attraktiv". Trittin: "Die FDP hat offen ihr Interesse bekundet, für die Grünen würde Jamaika in der Praxis allerdings bedeuten, dass wir gegen zwei Partner stünden. Die CDU ist für das Laufenlassen der alten Atom-Anlagen, die FDP will sie nicht nur weiter betreiben, sondern sogar neue bauen." Skeptisch äußerte sich Trittin auch in Bezug auf eine rot-rot-grüne Koalition im Bund. "Inhaltlich passt Rot-Rot-Grün sicherlich am besten zusammen", so Trittin. Aber man könne Deutschland nicht mit einer Partei regieren, die das Land "vom Rest der Welt abschotten will, gegen die EU ist und in der Außenpolitik selbst friedenserhaltende Uno-Einsätze ablehnt". Erschwert werde ein solches Bündnis zudem durch den Fraktionsvorsitzender der Linken, Oskar Lafontaine: "Lafontaine ist ein rechtspopulistischer Politiker, der mit seinen Tiraden gegen Fremdarbeiter gerade bei unserem linken Parteiflügel auf extreme Vorbehalte stößt."