Bundesinnenminister fordert Deutsch in Moscheen ein - DER SPIEGEL
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Bundesinnenminister fordert Deutsch in Moscheen ein

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble möchte erreichen, dass in Moscheen in deutscher Sprache gepredigt wird. "Meine Idealvorstellung wäre, dass auch Imame in Deutschland ausgebildet sind, und dass sie unsere Sprache sprechen", sagte der CDU-Politiker im SPIEGEL-Gespräch. Auch in der römisch-katholischen Kirche werde die Messe "längst auf Deutsch und nicht mehr auf Latein gehalten". Der Protestant Schäuble verteidigte Papst Benedikt XVI. vor der Kritik aus muslimischen Ländern wegen angeblich schmähender Äußerungen. "Es muss noch möglich sein, dass man einen jahrhundertealten Text zitiert, wenn man sich doch erkennbar nicht damit identifiziert", sagte der Minister. "Die Oberhäupter anderer Religionen wären gelegentlich auch gut beraten, wenn sie sich selbst ermahnen würden und nicht immer nur die anderen." Als Konsequenz aus den gescheiterten Kofferbomben-Anschlägen nannte Schäuble, dass in Zukunft nicht nur diejenigen, die Ausländer einladen, unter Sicherheitsgesichtspunkten überprüft würden, sondern auch diejenigen, "die für Einreisende gebürgt haben".