US-Finanzministerium drängt europäische Banken und Konzerne zum Abbruch der Geschäftsbeziehungen mit Iran
Die US-Regierung drängt Banken und Konzerne in aller Welt zu äußerster Vorsicht bei ihren Geschäftsbeziehungen mit Iran. "Unsere Botschaft an die Finanzwelt lautet, dass im Umgang mit der iranischen Regierung, aber auch mit der iranischen Privatwirtschaft höchste Vorsicht geboten ist", sagt der stellvertretende US-Finanzminister Robert Kimmitt in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. "Viele Banken und Firmen sind tief verstrickt in die politischen Ziele der iranischen Staatsführung, zwei der Hauptpunkte sind Terrorismus und das Nuklearprogramm. Jede deutsche Bank, überhaupt jede Bank", so Kimmitt weiter, "wäre gut beraten, sehr vorsichtig bei ihren Geschäftsbeziehungen mit Iran zu sein." Nach Kimmitts Angaben legt die US-Regierung seit Monaten Regierungen und Firmen in aller Welt Informationen über die angebliche Verstrickung iranischer Firmen vor. "Die Iraner sind sehr raffiniert, selbst die gewissenhafteste Bank kann manchmal nicht wirklich sicher sein, mit wem sie es da zu tun hat", sagt Kimmitt dem SPIEGEL. Die Banken seien gut beraten, an ihren "guten Ruf" zu denken.