Ver.di widerruft Ansprüche auf Betriebsrenten
Am 13. September wurde der Gesamtbetriebsrat der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di vom Bundesvorstand darüber informiert, dass Versorgungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung der meisten Ver.di-Mitarbeiter mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 widerrufen würden. Auch der Ver.di-Gewerkschaftsrat billigte den Vorstandsbeschluss. Die Vorsitzende des Gremiums, Margrit Wendt, schrieb in einer internen Mail, man habe "beschlossen, die betriebliche Altersversorgung ... aus wirtschaftlichen Gründen zu verändern". Es sei allerdings eine "für alle Betroffenen schmerzhafte und für die dauerhafte Handlungs- und Arbeitsfähigkeit unserer Organisation unumgängliche Entscheidung." Bereits am 18. August 2006 hatte der Ver.di-Bundesvorstand bei einem Strategiegespräch mit dem Gesamtbetriebsrat angekündigt, dass betriebsbedingte Kündigungen über den 31. August 2008 hinaus nicht mehr auszuschließen seien. Die Diskussion über die Einschnitte bei der betrieblichen Altersvorsorge erfolgte unter Ausschluss des Ver.di-Gesamtbetriebsrates. Der wiederum rechtfertigt sich nun vor der Basis, dass "das gesamte Vorgehen unter (fast) völliger Geheimhaltung vorbereitet" wurde, um "handstreichartig vollendete Tatsachen zu schaffen".