Schärfere Regeln für ausländische Studenten
Als Konsequenz aus den versuchten Kofferbombenanschlägen will das Bundesinnenministerium das Ausländerrecht verschärfen, um ausländische Studenten vor ihrer Einreise nach Deutschland verstärkt kontrollieren zu können. Über Eckpunkte verständigten sich SPD und Union vergangene Woche. So sollen neben Studenten und deren Einladenden künftig auch die Bürgen vor der Visumserteilung überprüft werden. Die Aufenthaltserlaubnis soll auf "mindestens ein Jahr" halbiert werden; die Gäste müssten sich so häufiger bei den Behörden melden. Im Kofferbombenfall hatten zwei polizeibekannte Männer, die aber nicht überprüft worden waren, für die Einreise gebürgt. Außerdem will das Innenressort die Ausländerbehörden der Länder drängen, verstärkt auf Ungereimtheiten in Lebensläufen Studierender zu achten, die bereits in Deutschland sind.