BND wird grundlegend umgebaut - DER SPIEGEL
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BND wird grundlegend umgebaut

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat dem Kanzleramt als Konsequenz aus den Pannen der vergangenen Jahre ein Konzept für einen radikalen Umbau des Geheimdienstes vorgelegt. Das Papier, über das nun Kanzleramtschef Thomas de Maizière befinden muss, sieht unter anderem die Zusammenlegung der bislang getrennten Bereiche "Auswertung" und "Beschaffung" sowie neue inhaltliche Schwerpunkte vor. Unter anderem will BND-Präsident Ernst Uhrlau eine neue Abteilung gründen, die das Thema der Verbreitung von atomarem Know-how ("Proliferation") bearbeitet. Insgesamt soll die Zahl der Abteilungen von heute acht auf rund ein Dutzend erhöht werden. Um die Hierarchien zu verschlanken, sollen im Gegenzug die Posten der Unterabteilungsleiter entfallen. Teil der Reform ist auch die Integration des "Zentrums für Nachrichtenwesen der Bundeswehr", das derzeit noch dem Verteidigungsministerium untersteht und Lageberichte für die Truppe erarbeitet. Die intern als "fundamentale Veränderung" gepriesene Reform des BND gilt auch im Kanzleramt als dringend notwendig und könnte bis 2012 abgeschlossen sein.